Gemeinde Warsow

Einwohner: 647

Fläche: 14,89 km²

Bürgermeisterin: Frau Gisela Buller

Zur heutigen Gemeinde Warsow zählen die Ortsteile Warsow, Kothendorf, Krumbeck und die Sudenmühle. Die erste urkundliche Erwähnung für Warsow dokumentiert sich in den Archiven im Jahre 1217 als Gut- und Kirchdorf Warsow. Die Entwicklung des Dorfes Warsow wurde wesentlich von der Entwicklung des Gutes bestimmt. Die Kirche in Warsow ist ein gotischer Bau aus Granitbruchstein mit Strebpfeilern.

1863 sind die Fenster erneuert, vergrößert und ihrer ursprünglichen streng gotischen Form beraubt worden. 1891/92 - Die Kirche wurde durchgebaut und nach Osten um 6,7 m verlängert. Gleichzeitig wurde das Gestühl der Kirche erneuert. Das alte und zum Teil gebrechliche Gestühl stammte aus dem 17. Jahrhundert. Die in der Kirche befindliche größere Glocke stammt aus dem Jahr 1474, die kleinere aus dem Jahre 1309. In Warsow ist ein niederdeutsches Hallenhaus aus Fachwerk mit straßenseitiger Dieleneinfahrt und reetgedecktem Dach mit weitgehend originalem Grundriß, vermutlich aus dem Jahre 1787 vorhanden. 1958 - Es siedelte sich in Warsow der Tierkörperverarbeitungsbetrieb an. Leider brachte dieser nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch Geruchsbelästigungen mit sich.

In Warsow wurde in den Jahren 1981/82 das Wasserwerk gebaut. Durch dieses Wasserwerk wird seit dieser Zeit Warsow, Besendorf und Zachun mit Trinkwasser versorgt. Später erhielten dann auch von hier Kothendorf, Krumbeck und Mühlenbeck Anschlüsse. Die Kothendorfer Molkerei, im Jahre 1904/1905 erbaut, wurde im Zuge der Rekonstruktion der Milchwirtschaft am 31.12.1977 geschlossen. Die darin eingerichtete Lohnmosterei gab ihr Gewerbe am 30.11.1994 auf. Kurz vor dem hundertjährigen Jubiläum der Schmiede zu Kothendorf musste dieses Gewerbe aus familiären Gründen 1995 aufgegeben werden. Auch durch Brände änderten sich das Dorfbild von Warsow und Kothendorf entscheidend. So wurden am 05.Juni 1917 in Kothendorf drei seiner schönsten alten Bauerngehöfte vernichtet.

In Warsow brannte 1919 das älteste Gebäude, der sogenannte Perdaukel, enthaltend zwei Büdnereien, ab 1945 Im Juli brannten in Warsow drei strohgedeckte Häuser und die Scheune der Gastwirtschaft nieder. 1815 wurde in Warsow mit dem Bau eines Schulgebäudes begonnen. In Kothendorf wurde die alte Schule 1848 durch einen Neubau ersetzt. 1966/67 Die Kothendorfer Schule musste ihre Selbständigkeit aufgeben und wurde eine Teilschule von Warsow. Seit dem Schuljahr 1985/86 wurde der Schulbetrieb in Warsow auch für die ausgelagerten Klassen der Polytechnischen Oberschule Pampow eingestellt. Seit Mitte der 50er Jahre kann Warsow auf eine Kinderbetreuung verweisen. 1972 wurden Kothendorf und Krumbeck zu Warsow eingemeindet. Die Ersterwähnung des Dorfes Kothendorf erfolgte im Zuge des Verkaufes durch Nikolaus Graf von Schwerin an das Kloster Zarrentin am 28. April 1297.

Sudenmühle verlor ihre Eigenständigkeit im Jahre 1873. Mit der Inkraftretung der Gemeindeordnung wird das Dorf Kothendorf mit der Erbmühle Sudenmühle zu einer Gemeinde vereinigt. Wegen zu dichter Besiedlung und aus brandschutztechnischen Gründen bauten sich 1848 im westlichen Teil der Feldmark Kothendorf, acht Erbpächter ihre Häuser auf ihrem Acker neu auf. Die neue Besiedlung erhielt die Bezeichnung Krumbeck. Seit 1928 gibt es in Warsow die jetzige Gaststätte.

Zur Belebung des Dorfes trug die Eröffnung einer Eisdiele 1986 bei. Die Gemeinde begrüßt die Ansiedlung aller Gewerbetreibenden und verfügt über ein kleines Gewerbegebiet. Der Ausbau der B321, der Ausbau des Bäckerweges sowie der Pfennigstraße trugen zur Verbesserung des Ortsbildes bei. Nach jahrelanger Planungsarbeit war am 31.05.1996, der erste Spatenstich für den Wohnpark Warsow.

Gemeindevertretung

Gemeindevertretung Warsow (9 Sitze)

Buller, Gisela                 Bürgermeisterin
Evers, Gerhard             1. Stellv.
Lambrecht, Renate       2. Stellv.
Gresens, Thomas
Baustian, Ralf
Schönborn, Peter
Schindler, Sabine
Reinartz, Florian
Becker, Joachim