Gemeinde Klein Rogahn

Einwohner: 1.315

Fläche: 10,99 km²

Bürgermeister: Herr Michael Vollmerich

 

Am 13. Januar 1345 wurde Klein Rogahn (Slawika Rogana) erstmals urkundlich erwähnt. Eine weitere Erwähnung erfolgte am 1. September 1345, wo Otto, Graf von Schwerin den Knappen Henneke Strunkhoseke mit vier Hufen in Klein Rogahn belehnt, welche ihm der Ritter Ulrich von Driberg aufgelassen hat. Die Gemeinde Klein Rogahn besteht aus den Orten Klein Rogahn mit Fasanenhof und Groß Rogahn (Magna Rogana) mit dem Ausbau. 
Über Jahrhunderte erfolgte lt. Siedlerverzeichnis vom Amt Schwerin die Aufführung von Groß Rogahn in Dorf und Gut bis zur Aufsiedlung des Gutes im Jahre 1935. Desgleichen hatte jede Ortschaft eine Schule und einen Dorfkrug (meistens mit der Schmiede gekoppelt). Von dieser Gliederung ist gegenwärtig nichts mehr vorhanden. Kindergarten, Hort und Schule konzentrieren sich im Zentralort Stralendorf. Mit der Einweihung im Oktober 1997 des Feuerwehr- und Gemeindehauses ist zumindest in Groß Rogahn wieder eine Begegnungsstätte geschaffen worden.  

Markante Geschichtsdaten der Gemeinde sind:
- 1712 Ende der Zugehörigkeit von Klein Rogahn zur Stadt Wismar

- 1729 Errichtung des noch vorhandenen Rauchhauses in Groß Rogahn

- 1734 Errichtung des heutigen Reetdachhauses Ruhkieck in Klein Rogahn am Rundling

- 1799 Errichtung des Rauchhauses in Groß Rogahn, abgebrochen 2012

- 1812 bis 1815 Ansiedlung der Büdnerein

- 1820 Aufhebung der Leibeigenschaft

- 1868 Parade der 17. Division (Mecklenburger) vor König Wilhelm von Preußen bei Groß Rogahn als besonderes Manöver- und Paradegebiet

- 1874 Übergang von Zeitpachtverhältnissen in Erbpachtverhältnisse

- 1909 Bau der Straße von Neumühle nach Walsmühlen über Rogahn

- 1909 bis 1914 Elektrifizierung

- 1911 Gründung der FFw Rogahn

- 1912 Einweihung des Felix-Stillfried-Denkmals in Klein Rogahn, als Anlass, Straßennamen in Klein Rogahn nach niederdeutschen Dichtern zu benennen

- 1913 Bau des Ersten Schöpfwerkes im Siebendörfer Moor wegen Flugplatzbau

- 1913 Einweihung Flugplatz Görries neben Fasanenhof

- 1920 Einweihung des Kriegerdenkmals am Dorfteich Klein Rogahn (nicht mehr vorhanden)

- 1944 Luftangriffe mit Tieffliegerbeschuss und Bombenabwürfen auf Klein Rogahn

- 02.05.1945 Kriegsende Besetzung durch US- Amerikaner

- 01.06.1945 Übergabe an die britischen Truppen

- 01.07.1945 nach Potsdamer Abkommen Einmarsch der Roten Armee

- 1952 Vertreibung von Landwirten als "Sollschuldner" und Anlass zur Flucht in die BRD

- 1955 Schauprozess gegen Klein Rogahner Bauern am Schweriner Gericht

- 1955 bis 1960 Kollektivierung der Bauern in die LPG Typ I und III

- 1962 Gründung des Dorfclubs, der seine inhaltliche Fortsetzung im Förderverein Rogahn e. V. findet

- 1965 Bau der Hühnerställe in Groß Rogahn, die auch heute noch mit dem Produkt "Ei" die Schweriner versorgen

- 1967 Bau des jetzigen Schöpfwerkes im Siebendörfer Moor

- 1969 Beginn des jährlichen Startes zur Hubertusjagd als Traditionsveranstaltung im jetzigen Amtsbereich Stralendorf

- 1971 Bau der vier 110 KV Leitungen zwischen Klein und Groß Rogahn

- 1971 erste Hubertungsjagt (SVZ 07.12.1971 ist vorhanden)

- 1972 Zentrale Wasserleitung in Groß Rogahn

- 1975, 1976, 1977 dreimal in Folge wird dieBSG Traktor Rogahn DDR-Meister in Voltigieren unter der Leitung von Frau Ute Deich (SVZ 17.08.1977)

- 1977 bis 1978 Bau der Zentralen Wasserleitung in Klein Rogahn (Auffanggruben für Abwässer und Bäder mit Spültoiletten werden gebaut)

- 1979 Bau der Felix-Stillfried-Straße

- 1980 Anschluss Klein Rogahn an die zentrale Wasserleitung in Görries

- 1986 Straßen- und Gehwegbau in Groß Rogahn

- 1990 beginnt mit der Einheit Deutschlands eine rasante Entwicklung der Gemeinde sowohl in der Infrastruktur als auch im Bevölkerungszuwachs.

- 1991 Fertigstellung der Bergstraße

- 1993 bis 1994 Verlegungen der Gasleitungen

- 1993 bis 1994 Baugebiet Rudolf- Tarnow- Ring

- 1994 Straßenbau Rundling

- 1995 Bezug des sozialen Wohnungsbaus in Groß Rogahn

- 1995 Verlegung neuer Telefonkabel

- 1995 Erschließungsarbeiten am Fuchsberg (Brinkmanstraße)

- 1996 bis 1997 Bau Schmutzwasserleitung

- 1998 Einweihung Gedenkstein am Teich Klein Rogahn

- 1999 Bau des Rad- und Fußweges zum Fasanenhof

- 1999 Fertigstellung des innerörtlichen Straßennetzes, einschließlich des Zubringers zur Kreisstraße K 63

- 2007 Grundsanierung der Felix- Stillfriedstr. mit neuem Radweg

- 2009 Baubeginn für die 380 KV Leitung Schwerin Hamburg

- 2010 Einweihung des wieder zugänglich gemachten Stadtweges Richtung Neumühle

- 2011 ab April Breitbandversorgung für schnelles Internet (DSL über Funk) möglich

- 2012 Radweg zwischen Kreisverkehr und Neumühle

- 2012 Inbetriebnahme der 380 KV Leitung

- 2013 Eröffnung der Kita Mäusenest in Klein Rogahn (früher Schmiede)

Seit dem 12. Juni 1994 gehört die Gemeinde Klein Rogahn zum Landkreis Ludwigslust. Die Gemeinde konnte am 22. Juni 1995 ihre 650-Jahrfeier begehen.

Mit ihren 1298 Einwohnern (01.10.1999) und mit einer Bevölkerungsstruktur von 42,3 % der Einwohner im Alter von 0 - 27 Jahre entwickelt sich die Gemeinde am Rande der Landeshauptstadt Schwerin als ländlicher Ort dynamisch in das 3. Jahrtausend nach Christi. Auch heute noch weist die Gemeinde Klein Rogahn ihre Eigenarten auf. So unter anderem historisch gesehen die Rückübertragung der 13 Hektar großen Ausmärkerfläche im Stadtgebiet der Landeshauptstadt oder der "Kreisel" am Fasanenhof als schnellfließenden Verkehrsknotenpunkt.

Gemeindevertretung

Gemeindevertretung Klein Rogahn (11 Sitze)

Vollmerich, Michael              Bürgermeister
Reimann, Simone                1. Stellv.
Ruhkieck, Heiko                   2. Stellv.
Szymoniak, Maik
Klerch, Thomas
Schamberg- Möller, Anja
Ertelt, Eva- Maria
Moeller, Christian
Kriebisch, Marianne
Schulz, Dietmar
Soost, Regina